Aktuell – Medienmitteilungen Jeunesse.Suisse

Die duale Berufsbildung stärken

transfair spricht mit seinem Mitglied Samuel Hilty über dessen Engagement bei Jeunesse.Suisse und darüber, weshalb ihm das Projekt «Nationaler Qualifikationsrahmen Berufsbildung (NQR)» besonders am Herzen liegt.

Zum ganzen Interview:

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NQR DE.pdf 122 KB

Wer eine Ausbildung beginnt, soll eine korrekte Zulage erhalten

Die Sozialkommission des Nationalrats (SGK-N) berät morgen die Parlamentarische Initiative Müller-Altermatt (16.417). Die Initiative will, dass Ausbildungszulagen nicht erst ab Vollendung des 16. Lebensjahrs ausbezahlt werden, sondern ab Ausbildungsbeginn. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert die Kommissionsmitglieder auf, der parlamentarischen Initiative zuzustimmen. mehr

Im 2006 beschlossenen Familienzulagengesetz wurden endlich schweizweit einheitliche Mindestansätze für Kinder- und Ausbildungszulagen eingeführt. Um dem kantonalen Wirrwarr ein Ende zu bereiten, muss seither nach dem Grundsatz „ein Kind, eine Zulage“ mindestens eine Kinderzulage von 200 Franken oder eine Ausbildungszulage von 250 Franken ausgerichtet werden. Ausbildungszulagen werden dabei jedoch erst nach dem 16. Geburtstag ausbezahlt. Doch das ist nicht mehr zeitgemäss: Seit 2006 wurde der Einschulungszeitpunkt in verschiedenen Kantonen vorverschoben (Stichwort Harmos). „Das kann sich auf den Beginn einer Berufslehre oder einer weiterführenden Schule auswirken, denn heute beenden viele Jugendliche schon kurz nach ihrem 15. Geburtstag die obligatorische Schule“, sagt Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik bei Travail.Suisse. „Diese Jugendlichen beginnen ihre Ausbildung meist mit 15 Jahren und ihre Eltern bekommen während einem Jahr eine zu tiefe Zulage ausbezahlt, was schmerzhaft fürs Familienbudget sein kann.“

Geld auszahlen, wenn es benötigt wird

Die Parlamentarische Initiative von Stefan Müller-Altermatt, Nationalrat und Präsident des Personalverbands transfair, will diesen Missstand beheben und fordert, dass die höheren Ausbildungszulagen bereits ab Ausbildungsbeginn ausbezahlt werden. Travail.Suisse, der Dachverband von transfair, unterstützt dieses Anliegen: „Es ist absolut nicht nachvollziehbar, dass das Ende der Ausbildungszulage an das Ausbildungsende geknüpft ist, der Anfang hingegen nicht an den Beginn der Ausbildung“, sagt Kuert Killer, denn gerade wegen des Ausbildungsbeginns haben viele Familien Anschaffungen zu tätigen, die ins Geld gehen. „Es braucht jetzt eine gesamtschweizerische Lösung im Familienzulagengesetz. Sonst züchten wir bereits die nächsten interkantonalen Unterschiede heran und das will niemand“, ist Kuert Killer überzeugt.

Mehr Informationen:
Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik, 079 777 24 69

Jugendrat 2017: Jeunesse.Suisse stellt die Weichen neu

Am Wochenende vom 28. und 29. April 2017 tagte der Jugendrat von Jeunesse.Suisse, der Jugendkommission von Travail.Suisse, in Bern. Jeunesse.Suisse beschäftigte sich mit drei Themen: dem Problem der Praktika, der Diskriminierung von jungen Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt und dem Nationalen Qualifikationsrahmen NQR. Neu wird Jeunesse.Suisse durch ein Co-Präsidium geführt. Nadine Walker (Syna, *1997) und Roman Helfer (Hotel&Gastro Union, *1993) wurden von den Teilnehmenden des Jugendrates einstimmig gewählt. mehr

Die Arbeit von Jeunesse.Suisse orientiert sich am Massnahmenplan 2016–2019, der sich besonders des Problems des Einstiegs in den Arbeitsmarkt widmet. In drei Workshops wurden dazu die Themen Praktika, Diskriminierung und Nationaler Qualifikationsrahmen NQR bearbeitet und das kurz- und mittelfristige Arbeitsprogramm definiert.

Jeunesse.Suisse engagiert sich für die Vaterschaftsurlaubs-Initiative

Neben diesen drei Hauptthemen engagierte sich Jeunesse.Suisse stark in der Unterschriftensammlung für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – und wird die Initiative auch weiterhin unterstützen. Ebenfalls unterstützt wurden im vergangenen Jahr die Volksinitiative AHVplus und die Abstimmung für die vereinfachte Einbürgerung der 3. Generation von Ausländerinnen und Ausländer. In beiden Abstimmungen war Jeunesse.Suisse präsent. Für letztere wurde zusätzlich ein Video produziert, das viral grossen Erfolg verbuchen konnte.

Bei den statutarischen Geschäften hat die Jugendkommission von Travail.Suisse beschlossen, für das kommende Jahr ein Co-Präsidium zu wählen, in dem die Sprachregionen, die grossen Verbände und die Geschlechter optimal abgebildet sind. Das erste Co-Präsidium teilen sich Nadine Walker (neu, Syna) und Roman Helfer (bisher, Hotel & Gastro Union). Sie werden unterstützt von einer neunköpfigen Jugendkommission. Besonders gedankt wurde Mirco Gurini (transfair) für seine engagierte Arbeit als Vizepräsident. Er wird sich auch weiterhin bei Jeunesse.Suisse engagieren.

Weitere Informationen:
- Nadine Walker, Co-Präsidentin Jeunesse.Suisse (deutsch),
- Roman Helfer, Co-Präsident Jeunesse.Suisse (französisch), 079 540 78 37

Welches Gesicht und welche Stimme haben die Jungen der 3. Generation?

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, hat im Hinblick auf die Abstimmung vom 12. Februar 2017 über die erleichterte Einbürgerung der 3. Generation in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Syna, Jeunesse.Suisse, der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) und Albinfo.ch ein kurzes Video produziert, das ab heute auf Youtube verfügbar ist. Dieses Video lässt zwei junge Personen der 3. Generation, die in der Schweiz geboren sind und sich unserem Land zugehörig fühlen, zu Wort kommen. Weitere Beiträge gehen auf die Gründe ein, die für ein Ja zur erleichterten Einbürgerung sprechen. mehr

Am 12. Februar 2017 wird die Stimmbevölkerung über die erleichterte Einbürgerung von jungen, unter 25jährigen Ausländerinnen und Ausländern der 3. Generation entscheiden. Die erleichterte Einbürgerung untersteht mehreren streng definierten Bedingungen; um die Bedeutung der Abstimmung aber wirklich zu erfassen, ist wichtig zu wissen, wer die jungen Personen sind, die ein entsprechendes Gesuch stellen könnten. In einem Video https://youtu.be/SJ5IvjyX9sI sprechen zwei Betroffene über ihre Beziehung zur Schweiz und ihre Motivation, das Schweizer Bürgerrecht zu beantragen.

Travail.Suisse sowie die anderen an der Herstellung dieses Videos beteiligten Organisationen sind der Ansicht, dass die erleichterte Einbürgerung der jungen, unter 25jährigen Ausländerinnen und Ausländer der 3. Generation eine grosse Chance für unsere Gesellschaft darstellt. Die erleichterte Einbürgerung ermöglicht ihnen die demokratische Mitbestimmung und anerkennt sie als Frauen und Männer, welche die Schweiz von morgen mitgestalten. Gemäss einer neuen Studie der Universität Genf gehören 25‘000 Personen unter 25 Jahren der 3. Generation an. Diese jungen Menschen sind in der Schweiz geboren, haben hier die Schulen besucht, arbeiten bei uns und haben Eltern und Grosseltern, die bestens integriert sind.

+Für mehr Informationen:

Hélène Agbémégnah, Leiterin Migrationspolitik und Rechtsfragen bei Travail.Suisse,
Tel. 078 760 93 73
Selina Tribbia, Leiterin Fachstelle Gesellschaftspolitik der Gewerkschaft Syna, Tel.078 741 48 14
Roman Helfer, Präsident von Jeunesse.Suisse, Tel. 079 540 78 37
Annina Grob, Geschäftsleiterin ad interim der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände SAIV, Tel. 031 326 29 36
Bashkim Iseni, Direktor von Albinfo.ch, Tel. 021 349 40 28

Junge fordern eine starke AHV und eine Grüne Wirtschaft

Anlässlich der Vorstandssitzung fasste Jeunesse.Suisse, die Jugendkommission von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, die Parolen für die nationalen Abstimmungen vom 25. September 2016.
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Zur AHVplus-Initiative sagt die Jugendkommission von Travail.Suisse einstimmig Ja. Denn eine starke AHV ist notwendig und machbar. Die AHV muss den aktuellen Löhnen und Krankenkassenprämien angepasst werden, insbesondere, weil sie seit 1975 keine grösseren Anpassungen mehr erfahren hat. Ausserdem ist die AHV eine sehr stabile und gut funktionierende Sozialversicherung, die gestärkt und nicht geschwächt werden soll.

Ebenfalls einstimmig Ja sagt Jeunesse.Suisse zur Initiative «Grüne Wirtschaft». Eine nachhaltige Wirtschaft ist besonders für junge Menschen und deren Zukunft wichtig. Junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können von den positiven Folgen der Initiative profitieren, beispielweise durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Mehr Informationen:
Roman Helfer, Präsident Jeunesse.Suisse, Mail, Mobile: 079 540 78 37

Neuer Ratgeber: Ohne Unfall durch die Lehre

Lernende verunfallen deutlich häufiger als ausgelernte Personen. Das zeigt die Auswertung der Unfalldaten der Suva. Verstärkte Präventionsmassnahmen von allen Beteiligten sind deshalb gefragt. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, versucht durch die Veröffentlichung der Broschüre «Ohne Unfall durch die Lehre» ihren Teil dazu beizutragen. Lernende sollen dafür sensibilisiert werden, unter allen Umständen ihre persönliche Arbeitssicherheit ernst zu nehmen. mehr

Es ist schnell passiert: Eine Sekunde der Unkonzentriertheit, und schon ist man mit dem Messer ausgerutscht, mit der Hand in die Fräse geraten oder hat den Fuss unter einer Maschine eingeklemmt. Das Berufsunfallrisiko von Lernenden ist klar höher als jenes der übrigen Angestellten 1 . Jedes Jahr verletzen sich in der Schweiz 25 000 Lehrlinge 2 bei der Arbeit. Das heisst jede/r achte Lernende. «Die häufig geäusserte Vermutung, dass dies allein durch die Sportunfälle beim Lehrlings-Turnen verursacht wird, trifft nicht zu. Auch ohne Sportunfälle bleibt das Risiko der Lernenden wesentlich höher als jenes der übrigen Angestellten» 3 .Dazu kommt, dass das Schutzalter für gefährliche Arbeiten von 16 auf 15 Jahre 4 gesenkt wurde, was erhöhte Vorsichtsmassnahmen noch dringender macht.

Zusammenarbeit von Travail.Suisse und Jeunesse.Suisse

Travail.Suisse hat die Broschüre «Ohne Unfall durch die Lehre» zusammen mit Jeunesse.Suisse, der Jugendkommission von Travail.Suisse, verfasst. Dem Präsidenten von Jeunesse.Suisse, Roman Helfer, gehört daher auch das Vorwort. Die beiden genannten Organisationen übernehmen die Distribution der Broschüre in die Berufsfachschulen. Übrigens: Die ansprechenden Illustrationen hat auch eine Lernende gezeichnet: Pasquale Herren. Sie ist Grafikerin im 1. Lehrjahr. Die Broschüre gibt es gegenwärtig auf Deutsch und Französisch. Eine italienische Version ist in Planung.

Lernplattform Arbeitssicherheit

Travail.Suisse engagiert sich über weitere Angebote für die Arbeitssicherheit, beispielsweise über die dreisprachige Lernplattform für Arbeitssicherheit www.arbeitssicherheit-hf.ch. Diese wendet sich an Studierende von Höheren Fachschulen. Die zukünftigen Fach- und Führungspersonen sollen durch die Arbeit auf der Lernplattform für die Fragen der “Arbeitssicherheit” sensibilisiert werden.

Weitere Broschüren für junge Arbeitnehmende

Neben der Broschüre «Ohne Unfall durch die Lehre» hat Travail.Suisse auch zwei weitere Ratgeber für junge Arbeitnehmende veröffentlicht. «Die Lehre meistern» wendet sich an junge Menschen in der Lehre und zeigt ihnen ihre Rechte und Pflichten auf, gibt ihnen aber auch zum Beispiel Tipps in Bezug auf das Lernen oder einen klugen Umgang mit Konflikten. «Meine Chance nach der Lehre» thematisiert den Übergang von der Lehre in die erste Anstellung und spricht wichtige Fragen dieser Lebensphase an wie etwa die Stellensuche, den Umgang mit Absagen, der erste Auszug von Zuhause oder auch eine mögliche Erwerbslosigkeit.

1 http://www.suva.ch/unfallstatistik-sichere-lehrzeit.pdf
2 http://www.suva.ch/startseite-suva/praevention-suva/arbeit-suva/sichere-lehrzeit-suva.htm
3 http://www.suva.ch/unfallstatistik-sichere-lehrzeit.pdf, S. 3.
4 https://www.admin.ch/opc/de/official-compilation/2014/2241.pdf

Abstimmungen vom 28. Februar 2016: Jeunesse.Suisse plädiert für Gerechtigkeit und gegen Diskriminierung

Der Vorstand von Jeunesse.Suisse, der Jugendkommission von Travail.Suisse, sagt Nein zur Durchsetzungsinitiative. Er lehnt auch die Initiative „Für Ehe und Familile – gegen die Heiratsstrafe“ ab, sagt aber Ja zur Antispekulationsinitiative. mehr

An seiner Sitzung vom 3. Februar 2016 in Olten hat sich der Vorstand von Jeunesse.Suisse mit den eidgenössischen Vorlagen befasst, die am 28. Februar 2016 zur Abstimmung kommen. Unmissverständlich ist sein Verdikt in Sachen Durchsetzungsinitiative: Er lehnt diese Vorlage ab. Indem die Initiative Personen, die das gleiche Vergehen begangen haben, ungleich bestraft, diskriminiert sie eine Bevölkerungsgruppe allein aufgrund ihrer Herkunft. Zudem hebelt sie die Gewaltentrennung aus und entmachtet Parlament und Justiz.

Ebenfalls Nein sagt der Vorstand von Jeunesse.Suisse zur Initiative „Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe“. Mit dieser Initiative würde erstmals in der Verfassung festgehalten, dass eine Ehe nur zwischen Mann und Frau geschlossen werden kann. Damit blieben gleichgeschlechtliche Paare für die Zukunft von dieser Lebensform ausgeschlossen.

Auf Zustimmung stösst beim Vorstand von Jeunesse.Suisse hingegen die Initiative gegen die Spekulation mit Nahrungsmitteln. Es darf nicht mehr in Kauf genommen werden, dass es aufgrund von Spekulation mit Nahrungsmitteln zu Preisverzerrungen und Hungerkrisen kommt. Für Nahrungsmittel, die die Lebensgrundlage aller sind, müssen andere Regeln gelten als für andere Produkte.

Weitere Informationen:
Roman Helfer, Präsident, 079 540 78 37
Philip Zwahlen, Vize-Präsident, 079 686 00 47

Nationaler Jugendrat von Jeunesse.Suisse: Eintritt in den Arbeitsmarkt und langfristige Vision

Am 10. und 11. Oktober 2015 wurde in Morschach der jährliche nationale Jugendrat von Jeunesse.Suisse abgehalten. Dieser wählte die Mitglieder der Jugendkommission von Travail.Suisse für 2015-2016 und diskutierte über die Prioritäten der kommenden Jahre. mehr

Wie lauten die «Jugendthemen» und welche Richtung wollen die Jugendlichen einschlagen? Als Antwort auf diese Fragen war an diesem Wochenende erwartungsgemäss der Übertritt von Jugendlichen in die Arbeitswelt das dominierende Thema. «Wir freuen uns, dass den Jugendlichen in der Schweiz viele Ausbildungsmöglichkeiten offenstehen, sei es im Rahmen einer Hochschulausbildung oder einer dualen Bildung, ergänzt durch Brückenangebote und Weiterbildungen. Zu bedauern ist hingegen, dass Jugendliche zunehmend Schwierigkeiten haben, nach der Ausbildung im Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Fortschritte drängen sich auf bei den Berufsperspektiven sowie in der Familien- und Sozialpolitik und bei der Chancengleichheit. Die Jugendlichen müssen sich Gehör verschaffen!», appellierte Roman Helfer, neuer Kommissionspräsident.

Langfristige Prioritäten und ambitionierte Jugendprojekte

Am Wochenende waren die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeladen, ihre Kompetenzen zu erweitern und sich in vielfältigen Themen zu positionieren. Mehrere Fachleute beantworteten Fragen, danach wurden die Diskussionen in Arbeitsgruppen weitergeführt. Besonders am Herzen lagen den Teilnehmenden die Themen Praktika, Diskriminierung aufgrund von Religion, sexueller Orientierung, Geschlecht oder Behinderung, internationale Aspekte und Solidaritätsaktionen oder auch Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Migrantinnen und Migranten. Die Themen und Projektideen werden in einem Dokument zusammengestellt, das die Grundlage für die Aktivitäten der kommenden Jahre bilden wird.

Jugendrat wählt Mitglieder der Jugendkommission und Vorstand

Roman Helfer (Jahrgang 1993) wurde einstimmig für die nächste Legislatur an die Spitze von Jeunesse.Suisse gewählt. Er ist Mitglied von Hotel & Gastro Union, der grössten Berufsorganisation der Arbeitnehmenden der Bäckerei-/Konditorei-/Confiserie-Branche. Ausserdem verabschiedeten die Anwesenden Jordan Kestle (1994) mit herzlichem Applaus. Auch er ist Mitglied von Hotel & Gastro Union und war in den letzten zwei Jahren Präsident. Er bleibt weiterhin im Vorstand, dem neben ihm und Roman Helfer auch Philip Zwahlen (Vizepräsident, Syna), Nadine Walker (Mitglied, Syna) und Mirco Gurini (Mitglied, transfair) angehören.

Der Jugendrat wählte zudem Delegierte für die Jugendkommission von Jeunesse.Suisse, in der 16 Jugendliche aus der Deutsch- und Westschweiz Einsitz nehmen. Diese Jugendlichen sind Mitglieder der Allbranchengewerkschaft Syna, von Hotel & Gastro Union und von transfair, dem Personalverband der Angestellten in den Branchen Post/Logistik, Kommunikation, öffentlicher Verkehr und öffentliche Verwaltung. Die grössten Gewerkschaften im Tessin und Unterwallis, die OCST und die SCIV, werden ihre Delegierten noch wählen.

Weitere Informationen:
Roman Helfer, Präsident Jeunesse.Suisse, Tel. 079 540 78 37
Bruno Weber-Gobet, Sekretariat Jeunesse.Suisse, Tel. 031 370 21 11

14. Oktober 2015

Die Jugend will einen Vaterschaftsurlaub – sofort!

Am 1. September 2015 wird die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK–S) Stellung zu einem zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub nehmen. Jeunesse.Suisse, die nationale Jugendorganisation von Travail.Suisse, ruft die kleine Kammer auf, diesem sozialen Fortschritt zuzustimmen, den eine grosse Mehrheit der jungen Schweizerinnen und Schweizer erwartet und befürwortet. mehr

Vor zehn Jahren wurde in der Schweiz der Mutterschaftsurlaub eingeführt. Seither erklingt auch immer häufiger der Ruf nach Gleichbehandlung der jungen Väter. Nun bietet sich die Gelegenheit, diesen Schritt nach vorn zu machen – mit breiter Unterstützung der Bevölkerung, die einen Vaterschaftsurlaub gemäss einer aktuellen Studie des Instituts Link mit einer Mehrheit von 80% befürwortet, wobei die Zustimmung der jungen Erwachsenen noch höher ist. Angesichts der Politikverdrossenheit der jungen Generation, die das Gefühl hat, in der Politik nicht vertreten zu werden, ist es besonders wichtig, dass das Parlament dieser Stimme unverzüglich Gehör schenkt.

Eine junge, moderne Vision von Familie und Gesellschaft

Die Familienstrukturen haben sich in den vergangenen Jahren wesentlich verändert, vor allem das Gleichgewicht zwischen Berufs- und Familienleben. Paare mit Kindern haben in den letzten zehn Jahren ihr Berufspensum deutlich erhöht, ebenso ist der Anteil der Einelternfamilien gestiegen. Dieses neue Modell abzulehnen oder zu bedauern, ist wirkungslos und kontraproduktiv. Heute geht es vielmehr darum, Möglichkeiten zu finden, Familie und Erwerbstätigkeit zu vereinbaren.

Dieses Bedürfnis ist in den ersten Lebensmonaten eines Kindes besonders gross. Es ist eine Notwendigkeit, dass ein Paar die Verantwortung in der Familie in dieser Zeit teilen kann, und dass dies auch durch staatliche Massnahmen wie einen Vaterschaftsurlaub gefördert wird.

Schliesslich ist diese Massnahme ein weiterer Beitrag an die Gleichstellung von Mann und Frau. Die Benachteiligung junger Frauen auf dem Arbeitsmarkt ist eine Tatsache, die zahlreiche Arbeitnehmerinnen erleben. Es ist Zeit, mit allen Mitteln zu bekräftigen, dass die Familie für die Gesellschaft einen prioritären Stellenwert hat und dass alle präsent sein müssen, sowohl Mutter wie Vater.

Sozialleistungen für alle

Im vergangenen Monat kündigte die SGK–S eine Erhöhung der AHV-Renten im Reformentwurf 2020 an. Das ist ein Etappensieg für mehr soziale Gerechtigkeit. Nun scheint es, dass die SGK-S diesen Fortschritt als ausreichend betrachtet. Diese Massnahme wird jedoch den Pensionierten zugute kommen, und es ist nicht akzeptabel, dass deswegen junge Familien nicht von einem Vaterschaftsurlaub profitieren sollen, der notwendig und mit tragbaren Kosten verbunden ist. Die Sozialversicherungen sind für alle Bevölkerungsgruppen und dürfen nicht auf einzelne Prioritäten reduziert werden!

Für weitere Informationen:
Jordan Kestle, Präsident Jeunesse.Suisse, (D) 079 258 23 05
Roman Helfer, Vizepräsident Jeunesse.Suisse, (F) 079 540 78 37

31. August 2015

Keine Senkung des Eintrittsalters in die Pensionskasse

Im Rahmen der Reform der Altersvorsorge beantragt die Sozialkommission des Ständerates das Eintrittsalter in die Pensionskasse auf das 21. Altersjahr vorzuziehen. Der Vorstand von Jeunesse.Suisse – der nationalen Jugendorganisation von Travail.Suisse – schätzt diese Entscheidung als kontraproduktiv ein. mehr

Der Bundesrat hat unter dem Namen „Altersvorsorge 2020“ eine grosse Reform der Altersvorsorge vorgeschlagen. Ziel ist es, trotz der problematischen demografischen Entwicklung die Leistungen für die BezügerInnen zu erhalten. Im Rahmen dieser Reform wurde auch in Betracht gezogen, das Eintrittsalter in die Pensionskasse, das heute bei 25 Jahren liegt, zu senken. Der Bundesrat hat in der Botschaft nach eingehender Prüfung auf diese Massnahme verzichtet. Nun beantragt die Sozialkommission des Ständerates aber trotzdem den Beginn des Sparprozesses auf das 21. Altersjahr vorzuziehen.

Der Vorstand von Jeunesse.Suisse schätzt diese Entscheidung aus verschiedenen Gründen als kontraproduktiv ein.

• Mit einer Senkung des Eintrittsalters in die Pensionskasse wird der Berufseinstieg der jungen Arbeitskräfte erschwert. Jugendliche werden dadurch teurere Arbeitnehmende, da die Arbeitgeber bereits ab Berufseinstieg ihren Beitrag an die zweite Säule leisten müssen.

• Jugendliche haben bereits heute einen vergleichbar kleinen Lohn. Eine weitere Lohnkürzung durch Beiträge an die Pensionskasse beschränkt ihren Handlungsspielraum noch mehr. Dabei hat man in den jungen Jahren verschiedene Anliegen, um sich noch weiterentwickeln zu können zum Beispiel durch Weiterbildungen, Sprachaufenthalte oder Reisen. Mit geringerem Lohn ist es schwieriger, die Reserven für solche Pläne aufzubauen. Vor allem für Jugendliche, deren Familien ihnen nicht helfend unter die Arme greifen können, ist das ein ernsthaftes Problem.

• Die Senkung des Eintrittsalters in die Pensionskasse bringt zudem nicht die gewünschte Wirkung bei den Pensionskassen. Denn die vergleichbar tiefen Löhne der Jugendlichen bringen wenige Einnahmen bei den Pensionskassen, schränken hingegen die Jugendlichen beim Aufbau ihrer eigenen Reserven direkt ein.

Für weitere Informationen:
Jordan Kestle, Präsident Jeunesse.Suisse, Tel. 041 418 22 43
Bruno Weber-Gobet, Geschäftsstelle Jeunesse.Suisse, 031 370 21 11

Jeunesse.Suisse ist die nationale Jugendorganisation von Travail.Suisse. Ihr gehören die Jugendlichen der Arbeitnehmerorganisationen Syna, Hotel&Gastro Union, transfair, OCST und SCIV an.

21. August 2015

Lohndiskriminierung liegt schon beim Berufseinstieg bei 7%

Lohnungleichheit ist auch bei Jugendlichen ein alltägliches Problem – und doch gerät es immer wieder in Vergessenheit. Für Jeunesse.Suisse, die Jugendkommission von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist es absolut unverständlich und inakzeptabel, dass junge Frauen und Männer für gleiche Arbeit nicht immer den gleichen Lohn erhalten. mehr

Von klein auf wird uns beigebracht, dass alle Menschen den gleichen Wert haben. In der Schule werden wir nach demselben Massstab bewertet, in der Lehre werden alle gleich entlöhnt. Auch im Studium haben alle dieselben Voraussetzungen, wieso ändert sich dies plötzlich in der Arbeitswelt?

Doppelt verloren: Weniger Lohn und schlechtere Lohnentwicklung

Ein im Rahmen des NFP60 „Gleichstellung der Geschlechter“ durchgeführtes Projekt hat untersucht, ob junge Frauen zumindest beim Berufseinstieg gleich viel verdienen wie die Männer. Die Resultate sind ebenso klar wie erschreckend: Bereits 1-2 Jahre nach Abschluss der Erstausbildung und Aufnahme einer ersten Erwerbstätigkeit sind unerklärbare Lohnunterschiede von ganzen 7% zu beobachten. Diese Diskriminierung lässt sich weder durch Ausbildungswahl, soziodemografische Faktoren oder ausgeübte Berufstätigkeiten erklären. Mehr noch: Junge Männer erzielen in frauentypischen, männertypischen und in Berufen mit ausgewogenem Geschlechterverhältnis signifikant höhere Bruttomonatslöhne als ihre Berufskolleginnen. Diese Diskriminierung ist für Jeunesse.Suisse unverständlich und inakzeptabel. „Wir sind der Ansicht, dass es kein Tabu mehr sein darf, über Löhne zu sprechen. Nur so können solche Diskriminierungen aufgedeckt werden“, sagt Jordan Kestle, Präsident von Jeunesse.Suisse. Doch nicht nur beim Anfangslohn werden jungen Frauen diskriminiert, auch die Lohnentwicklung verläuft unterschiedlich, wie die Forschungsergebnisse zeigen: Die Löhne der Männer steigen auch schneller an. „Darum setzen wir jetzt auf die Männer. Sie sollen sich aktiv für die Lohngleichheit einsetzen, denn es geht nicht alleine um eine Besserstellung der Frau, sondern um die Gleichberechtigung der Geschlechter.“

Einsatz an der Lohngleichheitsdemo vom 7. März 2015

Bedauerlicherweise befindet sich die ansonsten fortschrittliche Schweiz gemäss Zahlen des EBG im europäischen Vergleich im hinteren Drittel der Tabelle. Um gegen diese Ungerechtigkeit zu demonstrieren, schreiten zahlreiche Personen – darunter auch die Mitglieder von Jeunesse.Suisse – am 7. März von der Berner Schützenmatte bis zum Bundesplatz. Mit dieser Aktion will Jeunesse.Suisse gemeinsam mit andere Organisationen zum Ausdruck bringen, dass Lohngleichheit ein ernstzunehmendes Anliegen ist. Kestle: „Bei dieser Demonstration sind Frauen wie Männer gleich willkommen, denn zusammen erreichen wir mehr. Gemeinsam am selben Strick zu ziehen ist in der heutigen Zeit essentiell. Kämpfen wir also gemeinsam für Lohngleichheit nach der Ausbildung!“

Mehr Informationen:
Jordan Kestle, Präsident Jeunesse.Suisse, 079 258 23 05

7. März 2015

Jeunesse.Suisse ruft zum Kampf gegen die Jugendarmut in der Schweiz auf

An der Sitzung ihrer nationalen Kommission in Bern hob Jeunesse.Suisse, die Jugendkommission von Travail.Suisse, der unabhängigen Dachorganisation der Arbeitnehmenden, die beunruhigende Armutssituation bei den Jugendlichen in der Schweiz sowie die Bedeutung eines landesweiten Kampfes gegen deren besorgniserregende Folgen hervor. mehr

Jede zehnte jugendliche Person lebt in Armut

Die Armut hat verschiedene Ursachen, die sich oft kumulieren. So sind Arbeitslosigkeit, vielköpfige Familien, Einelternfamilien oder Familien mit Migrationshintergrund einige der Faktoren, die 10% der Jugendlichen in der Schweiz in die Armut führen. Gemäss der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) sind 45% der Sozialversicherungsempfängerinnen und -empfänger unter 25 Jahre alt.

Ungleiche Bildungschancen

Armut schränkt zudem den Zugang zur Bildung stark ein: 70% der jungen Erwachsenen, die Sozialhilfe beziehen, haben keine Berufsausbildung abgeschlossen. Daduarch sind die Möglichkeiten und Perspektiven der Betroffenen noch mehr begrenzt.
Als Sprachrohr der Jugendlichen der Arbeitnehmendenverbände Syna, Hotel&Gastro Union, Transfair, OCST und SCIV sind wir über die Chancenungleichheit und die durch Armut verursachte Ausgrenzung von Jugendlichen in der Schweiz besorgt. Wir unterstützen daher die Position der EKKJ und rufen die Akteure und Partner des Bildungswesens dazu auf, Massnahmen zu treffen, um die Behandlungsgleichheit zu gewährleisten, dies namentlich durch den Zugang zu einer qualitativ guten Ausbildung für alle.

Für weiterführende Informationen:
Jordan Kestle, Präsident Jeunesse.Suisse, 079 258 23 05
Roman Helfer, Vizepräsident Jeunesse.Suisse, 079 540 78 37

17. Dezember 2014

Jeunesse.Suisse in Sorge um den Arbeitsmarkt

Jeunesse.Suisse führte am Wochenende den zweiten nationalen Jugendrat durch. Die Jugendlichen planten das nächste Jeunesse.Suisse-Jahr, wählten den Präsidenten und den Vorstand und verabschiedeten Resolutionen zum Arbeitsmarkt und zum Nationalen Qualifikationsrahmen NQR. mehr

Jeunesse.Suisse ist die Jugendkommission von Travail.Suisse. Im Rahmen des Jugendrates von Jeunesse.Suisse treffen sich alle interessierten Jugendlichen der Mitgliedsverbände jeweils zur Jahresplanung.

Resolutionen

Am zweiten Jugendrat haben die Jugendlichen intensiv über Fragen des Arbeitsmarktes diskutiert. Jeunesse.Suisse weiss um die Jugenderwerbslosigkeit in Europa und schätzt daher die im Vergleich gute Situation der Jugendlichen in der Schweiz. Das darf aber nicht dazu führen, dass man sich darauf ausruht. Vielmehr müssen alle Bildungs- und Arbeitsmarktpartner der Jugendlichen sich für eine berufliche Zukunft engagieren, die allen eine Chance bietet. Insbesondere müssen die Ausbildungen an die Herausforderungen unserer Zeit angepasst werden. Der Jugendrat betonte zudem die Wichtigkeit des Nationalen Qualifikationsrahmens NQR gerade auch für junge Berufsleute und forderte die Berufsverbände auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen und die Einführung des NQR in ihrem Beruf und für ihre Berufsleute möglichst rasch voranzutreiben.

Kampfwahl in den Vorstand

Der Jugendrat ist das Wahlorgan von Jeunesse.Suisse. Mit grossem Applaus wählte der Jugendrat den bisherigen Präsidenten Jordan Kestle (Hotel & Gastro Union) für ein weiteres Jahr. Für die fünf Sitze im Vorstand gab es sieben Kandidatinnen und Kandidaten. In einer demokratischen Kampfwahl wurden schliesslich Roman Helfer (Hotel & Gastro Union), Isabelle Stern (Syna), Malika Zouaoui (Syna) und Mirco Gurini (transfair) gewählt. Zudem wurde die 20-köpfige Jugendkommission neu gewählt.

Planung des nächsten Jeunesse.Suisse-Jahres

Die Planungsarbeit für das nächste Jeunesse.Suisse-Jahr fand in Workshops zu den Themen Politik, Bildung, Beratung und Vernetzung statt. Jeunesse.Suisse wurde in den Workshops unterstützt durch Andy Tschümperlin, Nationalrat SP Schwyz, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Travail.Suisse, Roger Lang, Rechts- und Jugendberater bei Hotel & Gastro Union und Maurus Blumental, Geschäftsleiter des Dachverbandes Schweizer Jugendparlamente. Intensiv setzen sich die Teilnehmenden mit den jeweiligen Themen auseinander, brachten ihre Wünsche ein, korrigierten vorgeschlagene Resolutionen und planten die nächsten Bildungsangebote.

Ein erfolgreiches erstes Jeunesse.Suisse-Jahr

Das erste Jeunesse.Suisse-Jahr war überaus erfolgreich: Eine Statutenänderung brachte Jeunesse.Suisse den Einsitz in den Vorstand und die Delegiertenversammlung von Travail.Suisse. Es wurde ein Kommunikationskonzept entwickelt, das Corporate Design erstellt, eine neue Internetseite aufgeschaltet, Jugendkurse durchgeführt und verschiedene Communiqués versandt sowie ein Stand an den SwissSkillsBern 2014 betreut. All das lief im letzten Jahr; für eine erst gerade gegründete Kommission absolut spitze!

Für mehr Informatienon:
Jordan Kestle, Präsident Jeunesse.Suisse, Tel. 079 258 23 05
Sabine Hunger, Fachstelle Jugendpolitik, Syna, Tel. 078 845 04 11
Bruno Weber-Gobet, Geschäftsstelle, Jeunesse.Suisse, Tel. 031 370 21 11

16. Oktober 2014

Jeunesse.Suisse sagt klar JA zur „Mindestlohninitiative“

Jeunesse.Suisse, die Jugendkommission von Travail.Suisse, fordert die Jugend auf, am 18. Mai 2014 ein kräftiges JA zum Mindestlohn in die Urne zu legen. Die Angstmacherei um Arbeitsplätze verschleiert die Realität: Es ist genügend Arbeit und genügend Geld vorhanden! mehr

An der Vorstandssitzung vom 29. April in Olten hat Jeunesse.Suisse die Ja-Parole zur Mindestlohninitiative gefasst. Es sei wichtig, betonten die Vorstandsmitglieder, dass im reichsten Land der Welt ein Einkommen bei einem Vollzeitpensum die Lebenskosten decke. Der Mindestlohn ist ein effizientes Werkzeug dafür. Der Vorstand sieht die Angst vor Arbeitsplatzverlust als unbegründet. Die Arbeit müsse so oder so gemacht werden, und mit einem gesicherten Mindestlohn könne viel effektiver gegen Lohndumping angegangen werden, als dies jetzt der Fall sei. Ausserdem würden Arbeitsplätze nicht einfach verschwinden. Mit dem Mindestlohn bestehe wenigstens die Möglichkeit, wirklich korrekte Löhne zu bezahlen. Natürlich sind gesamtschweizerische Gesamtarbeitsverträge (GAV) ebenfalls effektive Lösungsansätze. Die Politik unternimmt jedoch kaum etwas für eine erleichterte Einführung von GAV und die Wirtschaft ihrerseits scheint es nicht für notwendig zu halten, dieses Instrument in allen Branchen anzuwenden.

Der Vorstand von Jeunesse.Suisse ruft deshalb insbesondere junge Arbeitnehmende auf, die Chance eines sicheren Lohnschutzes wahrzunehmen und der Initiative klar zuzustimmen.

Mehr Informationen:
Sabine Hunger, Fachstelle Jugendpolitik Syna
Tel. direkt: 044 279 71 66
Natel: 078 845 04 11
E-Mail: sabine.hunger@syna.ch

30. April 2014

Jugendarbeit bei Travail.Suisse gestärkt

Für Travail.Suisse spielt die Zielgruppe der Jugendlichen schon seit Jahren über Projekte eine wichtige Rolle. 2012/13 wurde die Zusammenarbeit mit der Jugendkommission diskutiert und auf eine neue Basis gestellt. Der Neustart ist gemacht. Jetzt geht es darum, die begonnene Arbeit dynamisch und konstant weiterzuführen. mehr

Nach Gesetz 1 werden Personen bis zum vollendeten 25. beziehungsweise bis zum vollendeten 30. Altersjahr als Jugendliche angesprochen. Travail.Suisse hat für diese Zielgruppe in den letzten Jahren verschiedenste Projekte entwickelt und erfolgreich durchgeführt. Hinzuweisen ist zum Beispiel auf das Theaterprojekt „Rookie“ für Berufsfachschulen, das sich mit Fragen der Integration verschiedener Nationalitäten im Lehrlingsalltag beschäftigt 2 . Bis heute waren über 17‘000 Jugendliche in dieses Theaterprojekt involviert. Zudem hat Travail.Suisse das Projekt „Zukunft statt Herkunft“ lanciert. Es stellt seit 2007 Instrumente für eine faire Lehrlingsselektion zur Verfügung 3 . Schliesslich verfügt Travail.Suisse über verschiedene Hilfsmittel für junge Frauen, die „berufstätig und schwanger“ sind 4 .

Jeunesse.Suisse wird gegründet

Travail.Suisse verfügt schon längere Zeit über eine Jugendkommission. 2012/13 wurde die Jugendarbeit aber neu strukturiert. Vor allem die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Mitgliedsverbänden und Travail.Suisse im Bereich der Jugendarbeit wurde gestärkt und in neuen Strukturen festgemacht. Die Jugendlichen, die sich in diesem Prozess engagiert haben, haben miteinander folgendes entschieden:

Die Jugendarbeit von Travail.Suisse soll in Zukunft unter dem Namen Jeunesse.Suisse stehen. Dieser Name soll einerseits die Nähe zu Travail.Suisse sichtbar machen. Indem beide Namen und Logos den gleichen Regeln (Schrift, Farbe, Gestaltung) folgen, wird die enge Zusammengehörigkeit deutlich. Andererseits drückt der unterschiedliche Name auch eine gewisse Eigenständigkeit aus. Die Jugendlichen wollen ihre eigenen Interessen in die Entscheidungsgremien von Travail.Suisse, die Politik und die Öffentlichkeit tragen.

Neue Strukturen

Bisher organisierte sich die Jugendarbeit von Travail.Suisse nur über ein Organ: die Jugendkommission. Neu existieren vier Organe. Der Jugendrat steht allen Jugendlichen der Mitgliedsverbände 5 offen. In diesem Rat können sie ihre Ideen und Anliegen einbringen und die Jugendkommission und den Präsidenten/die Präsidentin der Jugendkommission wählen. Die Jugendkommission selber ist das Entscheidgremium.

Sie entscheidet über die Aktivitäten und Positionen von Jeunesse.Suisse. Der Vorstand von Jeunesse.Suisse bereitet die Geschäfte der Jugendkommission vor. Die Geschäftsstelle unterstützt die Arbeit von Vorstand und Jugendkommission.

Zweck von Jeunesse.Suisse

Jeunesse.Suisse versteht sich als nationale Austauschplattform der Jugendlichen der Mitgliedsverbände von Travail.Suisse. Sie soll den Jugendlichen ermöglichen, ihre Anliegen sowohl in Travail.Suisse einzubringen wie auch in die Öffentlichkeit (Politik, Gesellschaft, Medien) zu tragen. Zudem soll Jeunesse.Suisse die Jugendarbeit der Mitgliedsverbände koordinieren, die Qualität der Jugendarbeit verbessern und sie durch neue Impulse stärken. Jeunesse.Suisse soll damit helfen, dass Jugendliche in der Schweiz sich sozial, kulturell und politisch besser engagieren und integrieren können.

Jetzt geht es an die konkrete Arbeit


Der erste nationale Jugendrat von Jeunesse.Suisse hat am 12. Oktober 2013 stattgefunden. Die Gremien sind gewählt und erste Themen definiert. In den Workshops zeigte sich, dass die beteiligten Jugendlichen den Arbeitsmarkt als wichtiges Thema sowohl für die Bildungs- wie auch die politische Arbeit von Jeunesse.Suisse erachten. An der Jugendkommission ist es nun, die Kurse für die Jugendlichen konkret zu organisieren und das vielfältige Thema „Arbeitsmarkt“ unter der Perspektive der Jugendlichen zu bearbeiten.


1 Jugendförderungsgesetz: Art. 4 Zielgruppen
Zielgruppen dieses Gesetzes sind:
a. alle in der Schweiz wohnhaften Kinder und Jugendlichen ab dem Kindergartenalter bis zum vollendeten 25. Altersjahr;
b. Jugendliche bis zum vollendeten 30. Altersjahr, die ehrenamtlich in leitender, beratender oder betreuen-der Funktion in einer privaten Trägerschaft tätig sind.
2 http://www.rookie-forumtheater.ch/rookie.html
3 http://www.zukunftstattherkunft.ch/index_de.html
4 http://www.infomutterschaft.ch und http://www.mamagenda.ch
5 Jeunesse.Suisse, der nationalen Jugendorganisation von Travail.Suisse gehören die Jugendlichen der Arbeitnehmerorganisationen Syna, Hotel & Gastro Union, transfair, OCST und SCIV an.


30. Oktober 2013

Resolution: Keine Senkung des Eintrittsalters in die Pensionskasse

Bundesrat Berset plant unter dem Namen „Altersvorsorge 2020“ eine grosse Reform der Altersvorsorge. Ziel ist es, trotz der problematischen demografischen Entwicklung die Leistungen für die BezügerInnen zu erhalten. mehr

Im Rahmen dieser Reform wird auch überlegt, das Eintrittsalter in die Pensionskasse, das heute bei 25 Jahren liegt, zu senken. Der Jugendrat von Jeunesse.Suisse – der nationalen Jugendorganisation von Travail.Suisse – hat sich an seinem jährlichen Treffen klar dagegen ausgesprochen:

  • Mit einer Senkung des Eintrittsalters in die Pensionskasse wird der Berufseinstieg der jungen Arbeitskräfte erschwert. Jugendliche werden dadurch teurere Arbeitnehmende, da die Arbeitgeber bereits ab Berufseinstieg ihren Beitrag an die zweite Säule leisten müssen. Eine solche Regelung hat negative Auswirkungen auf die Jugenderwerbslosigkeit.
  • Jugendliche haben bereits heute einen vergleichbar kleinen Lohn. Eine weitere Lohnkürzung durch Beiträge an die Pensionskasse beschränkt ihren Handlungsspielraum noch mehr. Dabei hat man in den jungen Jahren verschiedene Anliegen, um sich noch weiterentwickeln zu können zum Beispiel durch Weiterbildungen, Sprachaufenthalte oder Reisen. Mit geringerem Lohn ist es schwieriger, die Reserven für solche Pläne aufzubauen. Vor allem für Jugendliche, deren Familien ihnen nicht helfend unter die Arme greifen können, ist das ein ernsthaftes Problem.
  • Die Senkung des Eintrittsalters in die Pensionskasse bringt zudem nicht die gewünschte Wirkung bei den Pensionskassen. Denn die vergleichbar tiefen Löhne der Jugendlichen bringen wenige Einnahmen bei den Pensionskassen, schränken hingegen die Jugendlichen beim Aufbau ihrer eigenen Reserven direkt ein.

Jeunesse.Suisse ist die nationale Jugendorganisation von Travail.Suisse. Ihr gehören die Jugendlichen der Arbeitnehmerorganisationen Syna, Hotel&Gastro Union, transfair, OCST und SCIV an.

Für weitere Informationen:
Jordan Kestle, Präsident Jeunesse.Suisse, Tel. 041 418 22 43
Bruno Weber-Gobet, Geschäftsstelle Jeunesse.Suisse, 031 370 21 11

16. Oktober 2013

Erster Jugendrat von Jeunesse.Suisse: Start gelungen

Am 12. Oktober 2013 fand der erste nationale Jugendrat von Jeunesse.Suisse in Olten statt. Jeunesse.Suisse ist die nationale Jugendorganisation von Travail.Suisse. Am Jugendrat nahmen Jugendliche aus der deutschen, der französischen und italienischen Schweiz teil. Sie wählten die Mitglieder der Jugendkommission und den Präsidenten für 2014. Zudem verabschiedete der Jugendrat eine Resolution zur Reform „Altersvorsorge 2020“. mehr

Travail.Suisse verfügt schon längere Zeit über eine Jugendkommission. 2012/13 wurde die gewerkschaftliche Jugendarbeit aber auf eine neue Basis gestellt. Vor allem die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Mitgliedsverbänden und Travail.Suisse im Bereich der Jugendarbeit wurde gestärkt und in neuen Strukturen festgemacht.

Erster nationaler Jugendrat von Jeunesse.Suisse

So fand am Samstag, 12. Oktober 2013, der erste nationale Jugendrat von Jeunesse.Suisse in Olten statt. Seine Aufgabe ist es, die Mitglieder der Jugendkommission und deren Präsidentin oder deren Präsidenten zu wählen und Themen im Bereich der Bildungsarbeit und der Politik einzubringen. Der Jugendrat findet einmal im Jahr statt.

Jordan Kestle zum Präsidenten gewählt

Mit Akklamation wurde Jordan Kestle (Jahrgang 1994) zum ersten offiziellen Präsidenten von Jeunesse.Suisse gewählt. Er ist Mitglied von Hotel & Gastro Union, der grössten Berufsorganisation der Arbeitnehmenden im Bereich der Gastronomie, der Hotellerie sowie der Bäcker- und Konditorbranche. Zudem wurde Mirco Gurini (1989), der als Übergangspräsident beim Aufbau von Jeunesse.Suisse wirkte, mit herzlichem Dank als Präsident verabschiedet. Er ist Mitglied von transfair, einem Personalverband aus den Bereichen Post/Logistik, Communication, öffentlicher Verkehr und öffentliche Verwaltung.

Jugendrat wählt Jugendkommission

Der Jugendrat hat am Samstag auch seine Delegierten in die Jugendkommission von Jeunesse.Suisse gewählt. Insgesamt wurden 16 Jugendliche aus der deutschen, französischen und italienischen Schweiz für die Arbeit in die Jugendkommission ernannt. Sie stammen von der interprofessionellen Gewerkschaft Syna, von Hotel & Gastro Union, transfair und der grössten Tessiner Gewerkschaft OCST. SCIV, die grösste Gewerkschaft aus dem Unterwallis, wird ihre Delegierten noch zur Wahl stellen.

Arbeitsmarkt als wichtiges Thema erkannt

In den Workshops wie auch im politischen Gespräch mit Nationalrat Bernhard Guhl (BDP Aargau) zeigte sich, dass die Jugendlichen den Arbeitsmarkt als wichtiges Thema sowohl für die Bildungs- wie auch die politische Arbeit der Jugendkommission erachten. Auch die verabschiedete Resolution zur Reform „Altersvorsorge 2020“ ist aus der Perspektive des Arbeitsmarktes formuliert, wenn es heisst, „mit einer Senkung des Eintrittsalters in die Pensionskasse wird der Berufseinstieg der jungen Arbeitskräfte erschwert“.

Weitere Informationen:
Jordan Kestle, Präsident Jeunesse.Suisse, Tel. 041 418 22 43
Bruno Weber-Gobet, Geschäftsstelle Jeunesse.Suisse, 031 370 21 11

16. Oktober 2013